Bericht zum Trainingslager und der Woche danach

Wie von mehreren Personen verlangt (Leute es motiviert, wenn man weiß, dass so viele meinen Blog lesen!!!) hier also ein kleiner Bericht zum Trainingslager:

Anreise wie gehabt per PKW – locker in 11 Stunden. Auf dem Brenner den letzten Schnee für diesen Winter gesehen. In Principina sind wir problemlos angekommen, nur mussten wir die erste Nacht in fremden Betten schlafen, da unser Schlüssel noch nicht abgeholt worden war. Lapalien eigentlich… Samstag abend sind wir gleich noch auflockern gelaufen und stellten fest, dass keiner ernsthafte Beschwerden oder Gebrechen hatte. Beste Voraussetzungen für einen guten Trainingslageraufenthalt. Die Haupteinheiten gestalteten sich bei mir ungewöhnlich lange, da ein kurz zuvor durchgeführter Laktattest schwächen im Ausdauerbereich aufzeigte (An dieser Stelle einen Gruß an Sascha!). Am ersten Dienstag schloss ich mich daher der LGSWM (München) und der LGP (Passau) an zu einem einstündigen Fahrtspiel. Grundtempo 4:00, eingebaut 15×45 Sekunden. Pausen (Trabpausen bei 4:00) waren variabel. Zwischen 10 Sekunden und 3 Minuten war alles dabei. Die 45 Sek. waren ebenfalls unterschiedlich schnell. Für manchen zu schnell. Aber so ist das nunmal ;)

Am Donnerstag durfte ich alleine auf der Bahn trainieren, was erstaunlich gut klappte, und im Nachhinein bilde ich mir sogar ein, dass ich Spaß hatte. 3x10x200m in 31′ mit 200m Trabpause. Die Trabpausen waren bewusst etwas zu schnell – nicht ganz eine Minute. Rundum ein hübsches, aber auch sehr zeitintensives Programm. Lustig auch, wenn man danach gesagt bekommt man sah locker aus – da hab ich doch ne idee für germanys next top model – lasst die Hungerkreaturen mal ein paar 200er laufen und sagt ihnen sie sollen dabei gut aussehen. Sicher ein Riesenspaß…

Weiter im Trainingsprogramm: Am Samstag der obligatorische Lauf (TDL) auf den Monte Agentario. 10.5 Kilometer und 650 Höhenmeter; durchgehend geteert und seit Jahren mal wieder Traumwetter. Die Fotos sprechen Bände – anschauen! Am Dienstag war ich dann wieder auf der Bahn: 2000 – 1000 – 2000 – 1000 – 2000 (die 2000er in 6:00 und die 1000er in 3:10; Pausen 60 Sek.) Da schätze ich sah ich nicht so gut aus, aber für die Entscheidung werde ich mir nächstes Jahr Herrn Bohlen mitnehmen. Am Donnerstag folgte dann das Absch(l)usstraining: 3x5x400m; 60 Sek Pause und 10 Min Serienpause. Die erste Serie war zum Eingewöhnen – gesteigert von 74′ auf 68′, die zweite Serie von 70′ auf 65′, und die dritte Serie von 66′ auf 59′. Meine Lockerheit hätte sicher auch Herrn Bohlen entzückt, aber der war ja leider nicht vor Ort ;)

Die Tage, die ich in meinem Bericht aussen vor gelassen habe wurden mit Dauerläufen zwischen 8 und 25 km ausgefüllt. Am Sonntag und Montag der zweiten Woche machten wir ein paar mehr Kilometer (die erwähnten 25 km – und das ganze sehr hügelig). Trainingstechnisch ebenfalls sehr anspruchsvoll waren die Abende. Strittig sicherlich, ob man im Trainingslager bis 3 oder 4 in der Nacht feiern sollte, wenn man am nächsten morgen um 9 laufen will, aber wie sagt man so schön: Was uns nicht umbringt macht uns nur hart. Soweit ich das beurteilen kann lebe ich noch. Hart ist zwar im Moment nichts, aber das kann ja noch werden ;)

… da hätte ich doch beinahe vergessen euch mein neues Lieblingswort mitzuteilen: “Ästhetiksportler” ist der Begriff der Wahl. Einerseits, weil er so universal verwendbar ist – z.B. als Schimpfwort, Berufsbezeichnung, Diskussionsgrundlage, Totschlägerargument…, andererseits natürlich auch, weil er so schrecklich eindeutig und vieldeutig zugleich ist. Jeder halbwegs informierte weiß sofort, was gemeint ist, allerdings gibt es auch unendlich viele verschiede mögliche Bedeutungen. Ich werde das Wort in nächster Zeit auf jeden Fall mal ein wenig streuen.

Noch ein paar Worte zur Nachtrainingslagerwoche: Ich habe ein AUA! Mein Knie tut weh. Ich bin die Woche nur zweimal gelaufen und – Achtung – zweimal Fahrrad gefahren. Die verzweifelten drei Athletikeinheiten verschweige ich gekonnt. Leute das ist bitter! Man hat ganz offensichtlich eine bärenstarke Form aufgebaut und möchte die nach dem Trainingslager abrunden, aber man kann nicht. Mehr dazu demnächst. Ich komme wieder.

P.S.: Schaut euch die Fotos vom Trainingslager an. Zu finden im vorigen Beitrag.

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