Mein Wochenende
Nachdem ich am Donnerstag beschlossen hatte doch nicht bei den deutschen Hochschulmeisterschaften zu starten, habe ich am Freitag und Samstag zwei Trainingswettkämpfe eingelegt. Objektiv betrachtet vielleicht ein wenig irrsinnig, aber ich fand das war ok so: Die deutschen Hochschulmeisterschaften wollte ich absagen, weil ich mich nicht wirklich fit fühlte. Bis einschließlich Donnerstag merkte ich die 22 km Wettkampf vom Lauf zwischen den Meeren; besonders die Waden machten mir zu schaffen, da ich in Norddeutschland ausschließlich auf Teer gelaufen bin. Nachdem ich mich per eMail bei der Hochschule entschuldigt hatte, dass ich wieder nicht starten konnte, beschloss ich kurzfristig am Freitag Abend in Bad Kissingen die 800m zu laufen. Zwei Ründchen sollten noch zu machen sein, auch wenn man nicht so ganz fit ist. Mit 1:58 quasi allein vorne weg ist mir das dann besser gelungen, als ich befürchtet hatte. So sehr konnte ich also nicht geschwächt sein – oder eben in die andere Richtung (“trotz…”).
Am Samstag habe ich mich dann irgendwie auch noch dazu breit schlagen lassen mit nach Salz zum RGC zu fahren. Eigentlich um Mona zu begleiten, aber als dann da der Wettkampf sowieso war, und das Wetter passte, habe ich mich knapp eine Stunde vor Start dann doch noch nachgemeldet. Vorne weg lief Markus Geiger, den Wolle, Sven und ich eigentlich gleich weg laufen lassen wollten, weil wir beschlossen hatten ruhig zu machen. Aber irgendwie kam es dann doch anders. Markus Enders war auch mit am Start und erhöhte zwischenzeitlich mal den Druck auf den anderen Markus. Eigentlich noch kein Problem, wenn wir daran gedacht hätten, dass wir locker machen wollten. Aber wenn der Wettkampf schon mal am Laufen ist, dann denkt man da einfach irgendwie nicht mehr dran
So arbeitete ich mich mit Wolle (Sven hat sich zwischenzeitlich doch wieder unseres Mottos besonnen) wieder vor zu Markus Enders. An einem Bergabstück hat der Bergaufläufer dann irgendwie den Anschluss verloren, und wir sahen auf einer längeren Geraden Markus Geiger vor uns. Das war ca. 4 km vor dem Ziel. Ab da wurde unser Tempo kontinuierlich höher, und ich kam Markus näher, und Wolle wollte dann auch nicht mehr mit. Leider ist Markus ein paar Hundert Meter vor dem Ziel ausgestiegen. Auf die Frage wieso, erfuhr ich, dass das ja nur ein Trainingslauf sein sollte. Dennoch kam ich mir als Sieger ein wenig unverdient vor…
Der Sonntag stand im Zeichen des Bettes. Wir haben bis Mittag geschlafen, wollten dann eigentlich ins Schwimmbad, leider war es dafür aber ein wenig zu windig, und so gammelten wir den ganzen Tag im Bett. Wenn das nicht so schrecklich unspektakulär wäre, würde ich das wohl häufiger mal machen
Interessant ist vielleicht auch noch, dass ich am Donnerstag für die Reise von Fulda nach Bad Neustadt/Saale mit der Bahn 43 Euro los geworden bin und knapp drei Stunden in Zügen und an Bahnhöfen saß. Wem das noch akzeptabel für eine Heimreise erscheint, dem sei gesagt, dass ich von Fulda nach Bad Neustadt mit dem Auto in etwa 40 Minuten fahre und keine 15 Euro Spritkosten habe. Aber das ist einfach nur unglücklich gelaufen, ich weiß schon… Man kann ja auch mit dem Bus über die Rhön. Dennoch war es eine nette Erfahrung. Ich bin jetzt wirklich bestrebt wieder ein Auto anzuschaffen



am 14. Juni 2008 um 11:50 Uhr.
… , da ich in Norddeutschland ausschließlich auf “Asphalt” gelaufen bin.
Gruß von einem Bauingenieur