Stadtlauf Basel

Gestern Abend war unter anderem der Stadtlauf hier in Basel, an dem ich Teil genommen habe. Ich rüge ja nur ungern Leute, die sich die Mühe machen sowas zu organisieren, aber der Lauf war die Hölle. Ich starte normalerweise bewusst etwas ruhiger, weil sich defensives Anlaufen für mich als gewinnbringender herausgestellt hat. Das heißt natürlich, dass ich nicht von Anfang an in der Spitzengruppe mitlaufe. Hier wäre das aber nötig gewesen. Weil der Veranstalter die Startzeiten der Läufe so kurz hintereinander festgelegt hat, dass ich ab der ersten Runde Leute aus dem Lauf vorher überrunden musste. Die Spitzengruppe hatte Begleitfahrzeuge, die den Weg frei geräumt haben, das hatte ich natürlich nicht. Auch machen die “Letzten” des Hobbylaufes hier nicht einfach Platz, sondern laufen schön zu fünft nebeneinander und halten ein kleines Pläuschchen. Der Typ mit dem Bademantel und den Schwimmflossen, der fast die gesamte Streckenbreite für sich alleine gebraucht hat, und der Feuerwehrtrupp in Atemschutzmontur, der zwar nicht geplauscht hat, aber sich auch schön über die ganze Breite erstreckt hat war dann der Gipfel des Eisberges. Also da fragt man sich schon, was das soll. Im Ziel haben die, die mich eigentlich für die Siegerehrung aussortieren sollten dann trotz Nachfrage meinerseits nicht gerafft, dass ich (als dritter – wenigstens ein Lichtblick :) ) dazu gehöre. Erst als ich dann bei der Siegerehrung als nicht anwesend angekündigt wurde glaubte man mir und ließ mich durch.

Es ist ja toll, wenn man bei einem Volkslauf über 8000 Teilnehmer verbuchen kann, dann sollte man aber wenigstens in der Lage sein diese organisatorisch zu umsorgen…

So nun zu den positiven Seiten des Abends: Mit Fabian war ich nach dem Auslaufen und Duschen in Basel unterwegs. Zuerst haben wir zwei Stunden im Cafe des artes ein wenig relaxed und den ein oder anderen Drink genossen, bevor wir dann so gegen 00:00 Uhr in ein clubähnliches Etwas (“Fame”) sind. Auf dem Weg dort hin hatten wir in der Tram Besuch von den Kontrolleuren, denen wir Fabians Startnummer als Fahrkarte erklären mussten – das war aber an sich ok so, weil die Teilnehmer des Laufes den Abend den ÖV nutzen dürfen. Lustig war nur, dass die zwei Kontrolleure anscheinend guter Bulle böser Bulle gespielt haben. Der eine hat drauf beharrt, dass Fabian da noch einen extra Zettel braucht, der andere hat dauernd gesagt, das sei schon ok so. Wir fanden es witzig, und schließlich war es dann doch glaubhaft.

Im Fame haben wir dann noch einige andere Laufteilnehmer getroffen, mit denen wir die inoffizielle After-Party gefeiert haben. In dem Laden waren wir bis ca. vier Uhr, sind dann lediglich gegangen, weil ich was zu Essen gebraucht habe. Glücklicherweise gibt es auf dem Heimweg einige Dönerläden, die die ganze Nacht offen haben, so dass dieses Problem schnell gelöst war.

Heute habe ich dann schön lang ausgeschlafen, werde jetzt gleich ein wenig joggen gehen und gegen Abend noch an einer Internetseite für einen Kunden basteln (das Christentum mag mir meine Sonntagsarbeit verzeihen!). Morgen habe ich dann bei Synlogic die große Besprechung für die Roadmap meiner Bachelorthesis. Dazu dann im Laufe der Woche mehr…

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