Boock’s weise Worte

Gestern habe ich zusammen mit meinen Eltern den Film “Der Baader Meinhof Komplex”,  sowie die daran anknüpfende Talksendung Anne Will gesehen. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen. Meine Eltern, in den 70ern selbst langhaarig, bärtig (nicht meine Mutter ;) ), und modisch völlig daneben, haben über ganz andere Dinge gelacht und diskutiert, als ich – sowohl beim Film, als auch bei der anschließenden Talkrunde.

Auf den Punkt, wenn leider auch nicht deutlich genug, brachte es der ehemalige RAF Aktivist Peter Jürgen Boock. Er musste damals feststellen, dass Jugendliche auf die falsche Bahn gerieten, weil ihre Eltern ihnen nicht ehrlich Auskunft gegeben haben, was im dritten Reich verkehrt gelaufen ist; und das Gleiche stelle er heute bei vielen ehemaligen RAF Sympatisanten fest – auch diese seien nicht bereit vollständig Auskunft zu geben.

Halten wir fest: Ich stimme mit Herrn Boock überein – derartige Konflikte sind nichts anderes als Generationenkonflikte.

Bestätigt wurde diese These dann durch die Aussage des zurecht nicht Bundeskanzler gewordenen Altpolitikers Edmund Stoiber: “Heutzutage haben wir ja im Gegensatz zu damals eine Konsenzdemokratie” (sinngemäß). Ich denke dem ist nichts mehr hinzuzufügen…

Meines Erachtens nach ist grundsätzlich die junge Generation zum Reden bereit, die ältere redet zwar mit, versteht jedoch die Sprache nicht. Von wem würde der Aussenstehende erwarten, dass er sich die Sprache des Anderen aneignet? Über Kommentare freue ich mich…

P.S.: Keine Angst – mit meinen Eltern verstehe ich mich nach wie vor sehr gut, sie haben nur zu gut in die Ausführungen gepasst.

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