Residenzlauf Würzburg
Heute war ich zum Zuschauen in Würzburg beim Residenzlauf. An sich eine schöne Veranstaltung, bei schönem Wetter, allerdings:
“Für Jeden und Jede ist seit 1989 der passende Lauf dabei, das ist neben der entspannten und familiären Atmosphäre das große Geheimnis des Residenzlaufs.” (Quelle: mainpost.de)
… nicht ganz! Wirft man nämlich einen kritischen Blick in die Ergebnislisten des Hauptlaufs und des Laufs der Asse (exemplarisch an den Listen der Männer aufgeführt, da ich mich da zufällig auskenne), kann man erkennen, dass eine Gruppe so gut wie nicht vorhanden ist: Wo sind die unterfränkischen / deutschen Läufer unter 34 Minuten?
Einen Anhaltspunkt gibt folgende Anmerkung in der Beschreibung der Wettbewerbe: “Läufer bzw. Läuferinnen, die die 10.000-m-Strecke nachweislich unter 34 Minuten (…) gelaufen sind, gehören in den Lauf 7. Bitte zeigen Sie sportliche Fairness bereits bei der Anmeldung.” (Quelle: residenzlauf.de)
Jetzt stelle man sich vor, man gehört zu dieser Gruppe, und darf nicht im “normalen” Lauf starten. Angenommen man unterbietet die 34 Minuten nicht so deutlich, wie das ein Jacob Cheshari (27:56 Min) oder ein Titus Mbishei (28:16 Min) tut, sondern ist einfach nur mit 30-31 Minuten (für unterfränkische/deutsche Verhältnisse schon nicht so übel) “dabei”. Stellen Sie, lieber Veranstalter/Funktionär/Pressevertreter/Blogleser, sich einmal vor Sie gäben an diesem Tag eine Leistung ab, die es verdient hätte beachtet zu werden, aber sie gehen unter den ganzen gekauften “Assen” einfach unter, als seien Sie sonst wer. Wäre das nicht traurig?
Ich kann jeden hochklassigen deutschen Läufer verstehen, wenn er beim Residenzlauf nicht antritt. Es ist nämlich nicht für Jeden der passende Lauf dabei…
Achja: Dieser Beitrag soll im Übrigen keinesfalls den Eindruck erwecken, dass der Residenzlauf keine schöne Veranstaltung sei! Wer einfach nur in schöner Atmosphäre auf einer schönen Strecke einen Stadtlauf absolvieren möchte ist beim Residenzlauf bestens aufgehoben. Uneingeschränkt kann ich übrigens die Mettstangen sowie die Bratwürste empfehlen



am 26. April 2010 um 12:47 Uhr.
Du brauchst ja nicht einmal die 31 Minuten-Läufer. 33:45 Minuten wären ja auch schon “Lauf-der-Asse”-Zeiten. Bzw. die Frau die hier mit 39:59min im Lauf der Asse gestartet wäre, hätte sich bestimmt auch über den letzten Platz mit 2 Minuten Rückstand gefreut…;)
am 26. April 2010 um 19:07 Uhr.
hast vollkommen Recht mit deiner Aussage Herr Sportkollege
am 27. April 2010 um 22:26 Uhr.
Und das alles nur um das Interesse beim Zuschauer zu wecken.
Dabei sind unsere Heimischen Athleten alles andere als Langweilig.